Demo

21Im Stadtdschungel

 

 

 

Ich muss durch die Stadt, ein paar junge Leute sind mit im Auto. Der Verkehr hier ist sagenhaft, besonders noch, wenn vor den Festtagen die Nervosität steigt. Wir sind kaum hundert Meter auf der geteerten Strasse nach Shkoder da tauchen wie aus der anderen Welt Pferde auf der Fahrbahn auf, vor mir ist ein Schimmel. Ich bremse und sage. „Ich glaub, ich seh` ein Pferd“. Luise muss lachen. So trotteln wir mit dem Auto hinter den Pferden her, bis diese wieder irgendwo in einem Seitenweg verschwinden. Dann ist da ein Dreirad, total überladen mit Alteisen. Ein Roma lenkt es und hat sein Gefährt wohl ganz flott auffrisiert. Er winkt uns zu und ich staune wieder mal, wie sie, so voll überladen, das Gleichgewicht halten.


Im kommenden Kreisel ist das Abenteuer dann perfekt: das Polizeiaufgebot ist heute dreifach, da gestern jemand erschossen wurde und sie den Täter noch suchen. Im Kreisel fuchteln drei Polizisten irgendwie geschäftig  rum und machen das Chaos perfekt. Jeder fährt rein oder raus, wie er gerade denkt, ein Radler kommt entgegen. Dazwischen läuft ein Hund; auch er schafft es lebendig durch den Kreisel. Knapp neben der Fahrbahn ist der Gemüse-handel voll im Gange. Auf die Feiertage zu werden auch gleich daneben Hühner lebendig angeboten. Ein Mann hängt drei Hühner mit den Füssen an seinem Lenkrad fest und geigt etwas schräg auf seinem Drahtesel los. So kurven wir durch die Stadt, die für die Festtage total aufgepeppt ist.

 

21 dezember 2017

 

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