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Nachrichten von  Lorena und Ihrer Familie

 

Liebe Freunde in der Heimat,


guten Abend. Ich wurde und werde nun immer wieder nach dem Rundbrief angefragt, wie es Lorena und Ihrer Familie geht.


Und so möchte ich Euch allen kurz berichten:


Der Vater hat sich ein wenig erholt und wird nun am Montag nochmal operiert. Wir hoffen, dass sie die Wunde schliessen und den Darmausgang rückverlegen können. Dieser Mann hält unglaublich viel aus und hat kein einziges Mal geklagt. Er ist einfach nur dankbar, dass wir uns kümmern.


Zu Lore: unmittelbar nach dem Rundbrief bekam sie einen akuten Darmverschluss und musste notfallmässig operiert werden. Es war schwierig. Im Krankenhaus war wieder die Mutter zur Rundumversorgung dabei. Es gibt dort weder warmes Wasser zum Waschen noch eine Diät nach der Operation, noch eine Klingel für den Notruf usw.  Lorena war danach völlig geschwächt und demoralisiert , so dass wir anboten, dass sie nach dem Krankenhaus zu uns kommen können.  Nun ist sie morgen drei Wochen hier. Anfangs  war sie völlig lethargisch und hoffnungslos. Sie war einfach auch zu schwach. Nun, inzwischen sitzt sie zwischendurch  im Rollstuhl, sie übt und lernt und Gott tut das SEINE: sie spürt Kribbeln in den Beinen und kann seit gestern ein Knie etwas bewegen. Sie braucht noch viel Zuspruch und muss natürlich viel, viel lernen, auch von ihrem Körper. Die meisten Albaner haben zum eigenen Körper enorm wenig Zugang. So ist auch dieses Unglück eine Chance und Lore lernt, auch das Positive zu suchen. Wir haben hier keinerlei Gerät zum Üben; der einzige absolute Luxus ist ein Krankenbett aus dem Altenheim von unserer lieben Sr. Gundula aus Deutschland. So improvisieren wir und es funktioniert auch. Im Zimmer sind in der Nacht neben Lorenas Bett dann noch zwei Liegestellen. Schlafhaufen sind wir hier ja gewohnt.


Unsere unkomplizierten zwei Jungs sind nebenbei die beste Medizin für Lorena.  Der Abri fetzt mit seinem Rolli in ihr Zimmer, quasselt und lacht und spielt dann im Korridor mit ihr im Rolli Ball. So nähert Lore sich langsam freundlicher an das Monster Rollstuhl an..Und Antonio habe ich ihr einfach ins Bett gelegt und die beiden haben gequietscht vor Freude und nun ist Antonio oft bei Lorena. Ihre Mutter Monda ist einfach ein Schatz und wir haben uns richtig angefreundet. So ist die Klosterfamilie auf drei bis vier Personen angewachsen, da immer noch eine Cousine mit da ist und der kleine Bruder von Lore gar nicht mehr heim möchte. Und Gott tut das SEINE – auf eine Weise, die halt einfach geschieht.  Ein kleines Beispiel: Die Mutter hat uns erzählt, dass Lore im Juli gerade in der Röhre beim EMRI  war, als in Tirana das relativ schwere Erdbeben war. Und die anwesenden Ärzte und Krankenschwester hauten ab und liessen die noch schwerst  kranke Lore alleine in der Röhre, ohne diese auch nur abzuschalten. Nach dem Unfall ein weiteres Trauma. Dann hatten wir am letzten Dienstag hier ein Erdbeben. Es hat ganz schön geschüttelt und Sr. Michaela und ich rannten los, um unsere drei Kids: Antonio, Abraham und Lorena mit ihren Rollstühlen ins Freie zu bringen. So hat Lore nun eine Erfahrung von Schutz und Sicherheit in all ihrer Abhängigkeit machen dürfen. So beginnen wir mit ihr, das Leben neu zu buchstabieren und wir haben noch viele Helfer in Euch dazu bekommen. Ich danke für all Euer Gebet, Eure Mitsorge, auch für jeden fachlichen Ratschlag und für jede materielle Unterstützung. Das alles gibt uns hier im Kösterle viel Auftrieb und hilft uns, Lorena und ihre Familie in ihrer schweren Zeit zu unterstützen.

 

DANKE von Herzen
Gott zum Gruss
Eure Sr. Christina

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