„Mehr als nur ein Paket“
Liebe Freunde in der Heimat,
„da ist mehr drin, als die tollen Sachen“. Dies stellen wir fest, wenn wir nun die Pakete von den Weihnachts- Truckern fast alle verteilt haben. Und wir können Euch nur danken für alle Hilfe, die wir jeden Tag von Euch allen erhalten. Ich möchte noch mal zu den Paketen kommen:
Das alte Jahr vergangen ist
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde in der Heimat
gleich schließt sich das Zeitfenster 2011. Wir Schwestern in Albanien möchten mit einem großen Vergelt`s Gott an Euch und mit tiefer Dankbarkeit das Jahr in die Barmherzigkeit Gottes zurück legen. Wir haben wieder viel Solidarität, Hilfe, Wohlwollen und Gebet von Euch bekommen.
Es ist eine große Brücke der Menschlichkeit von Euch gebaut, die nichts zerstören kann und die Kultur des Lebens bedeutet.
Und fürs kommende Jahr wünschen und erbitten wir Euch den Segen Gottes, der die Zeiten lenkt. Wir wünschen Euch zur rechten Zeit einen Engel - vielleicht mit Gummistiefel und rosarot und himmelblauem Regenschirm - geerdet und beflügelt - in jedem Fall die Richtung nach Vorne weisend und mit festem Schritt durch jeden Regen führend, oder vielleicht doch unsichtbar, aber treu zur Seite, wenn er gerufen ist.
Mit herzlichem Gruß
Eure Sr. M. Christina
Liebe Freunde, Schwestern und Brüder in der Heimat, wir durften nun 24 Tage mit Euch auf besondere Weise im Advent sein.
Jetzt ist die Himmelstüre geöffnet für das Geheimnis der Heiligen Nacht.
Hilfe für Schwester Christina
Wenn Sie uns finanziell unterstützen möchten für unsere Arbeit bei den ganz Armen in Dobrac und Umgebung, finden Sie hier die Spendenkonten in Deutschland und der Schweiz.
Bericht vom Kinder- und Jugendzentrum Arche Noah
Liebe Freunde, liebe Helfer(innen),
Seit 2 ½ Jahren dürfen wir im Kinder- und Jugendzentrum eine wunderbare Erfahrung machen:
Kinder, Jugendliche, Familien, die aus ärmsten Verhältnissen kommen, die Armut und Elend und Überlebenskampf zum täglichen Begleiter haben, die in Gefahr sind, sich perspektivlos dahin treiben zu lassen, zum Spielball von willkürlich gelenkten Machtspielen zu werden oder in die Tradition des Kanun geboren sind, beginnen sich zu öffnen, Neues zu lernen und Erfahrungen des positiven Miteinanders zu machen. Kleine Kinder im Kindergarten lernen, dass sie wertvoll sind; Schulkinder erfahren, dass sie Verantwortung haben und sich positiv einbringen können; Jugendliche kapieren, dass sie die Zukunft Albaniens sind und es an jedem einzelnen liegt, was damit wird. Eltern erfahren, dass ihre Kinder im Zentrum gut aufgehoben sind und Vertrauen wächst.
Liebe Freunde, liebe Schwestern und Brüder in der Heimat,
grüß Euch Gott. Immer wieder und besonders in der letzten Zeit wurden wir angefragt und gebeten, doch mehr Einzelschicksale zu beschreiben und Fotos zu schicken.
Wir möchten diesem Wunsch gerne nachkommen, aber auch einiges dazu sagen:
Wir wissen, dass dieser Wunsch von Euch aus echtem Mitgefühl und aus echter Hilfsbereitschaft entstanden ist. Wir waren bisher äußerst zurückhaltend im Rausgeben von Bildern von Menschen, die von einem Schicksal schwer betroffen sind. Wir verstehen aber auch Euch, die Ihr diese Menschen auch visuell nahe haben wollt.
So haben wir nun entschieden, immer wieder ein Einzelschicksal zu beschreiben und ein Foto zuzufügen. Wir gehen damit sehr achtsam um, und setzen diese nur in die Homepage, wenn die Betroffenen uns dies erlauben. Teilweise ändern wir auch die Namen in den Berichten. Nach wie vor werden wir vor allem schwer erkrankte Kinder und direkt von Blutrache Betroffene nicht oder nur mit ausdrücklichem Wunsch der Eltern visualisieren. Da bitte ich um Euer Verständnis.
Ich denke, alle, die unsere Homepage öffnen, gehen mit Achtung vor der Würde des Menschen damit um. Und ich bitte Euch auch ums Gebet und den Segen für die Betroffenen, die wir beschreiben und zeigen. Wir könnten jeden Tag von neuen schicksalsschweren Begegnungen berichten und wir haben grossen Respekt vor diesen Menschen hier, die unglaublich leidensfähig sind.
So wagen wir einen Schritt der Veröffentlichung mit dem Ziel, das Band der Solidarität fester zu knüpfen und uns als Schwestern und Brüder der „einen Welt“ tiefer zu verstehen.
Mit herzlichem Gruss und Segenswunsch
Eure Sr. M. Christina
Pellumb
Pellumb heisst „Taube“. Aber dieses Taube fliegt nicht mehr.
Gestern fuhr eine uralte Ambulanz mit Blaulicht hier in unseren Hof. Auf der Trage brachten sie Pellumb zu uns. Seine dürre Frau hielt ihn fest und Pellumb schaute etwas entgeistert durch uns durch. Schon am Korridor drehte ihn der Fahrer der Ambulanz kurzerhand auf der Bahre um, und wollte ihn vor aller Augen ausziehen.

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